C+C on tour

 
24Juni
2013

Bye bye Wales

Heute stand zum Abschluss unseres Aufenthaltes in Wales die Besichtigung der Hauptstadt auf dem Programm: Cardiff. Nach ersten Schwierigkeiten haben wir an der M4 Richtung Newport schließlich den Park + Ride Car Park East gefunden, wo man für £ 3,-- stehen und bequem mit dem Bus in die Innenstadt fahren kann. Direkt an der Haupteinkaufsstraße (Queens Street) wurden wir abgesetzt und begannen gleich mit unserem Rundgang. In der Fußgängerzone war jede Menge Leben: Musiker, Zauberer … Unser erstes Ziel war das Castle und der gleich daneben wunderbar angelegte Bute Park. Auf dem Weg dorthin konnten wir noch die City Hall, das Nationalmuseum und das Justizgebäude bestaunen – alle drei nebeneinander. Natürlich war dann eine Umrundung des Millennium Stadium Pflicht. Das Stadion liegt mitten in der Stadt, man kommt also kaum an einer Besichtigung vorbei! Da hier alles sehr nah beieinander liegt, waren wir auch schnell wieder in der Einkaufsmeile, wo wir in den verschiedenen Arkaden und Shopping Centern unterwegs waren. Am frühen Nachmittag verabschiedeten wir uns von Wales und machten uns quer durch England auf den Weg nach Poole. Hier stehen wir nun am Hafen und warten darauf, dass uns Brittany Ferries morgen früh um 7.30 Uhr (!) nach Frankreich bringt.

 

23Juni
2013

Richtung Cardiff

Regentag – wieder mal ! Aber für uns auch Fahrtag. Wir verabschiedeten uns heute von Nordwales und fuhren über Wrexham und durch die Brecon Beacons Richtung Cardiff. Da wir heute mal wieder einen Campingplatz ansteuern wollten, sind wir ab Pontyridd auf kleinen Straßen westlich von Cardiff Richtung Küste gefahren. Über Cowbridge sind wir dann in einem netten, kleinen Ort namens Llantwit Major gelandet und  sind dem Campingplatzschild gefolgt. Der Platz war nicht so einfach zu finden, aber nette Passanten haben uns den entscheidenden Hinweis gegeben. Man muss durch einen kleinen Park mit Ferienhäuschen fahren (Berkeley Park) und kommt dann bei der Rose Dew Farm raus und gleich dahinter ist auch schon der Acorn Camping. Sehr idyllisch zwischen Feldern und Wiesen, mit sehr nettem Personal (Rezeption sonntags nur bis 16 Uhr, sonst bis 17.30 Uhr) und sehr sauberen Sanitäranlagen. Nach einem Tip des Besitzers haben wir auch gleich die Regenpause genutzt und sind im stürmischen Wind in ca. 20 Minuten zum Strand spaziert. Von hier aus kann man rechts und links auch prima auf den Klippen wandern. Wir haben jedoch angesichts des heftigen Windes davon Abstand genommen und sind den gleichen Weg wieder zurück. Rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer waren wir wieder zurück im kuscheligen Womo. Nach einer heißen Dusche verbringen wir hier faulenzenderweise den Rest des Tages.

22Juni
2013

Von Bangor nach Chester

Natürlich mussten wir dann heute als erstes Bangor besichtigen. Auf dem Dean Street Car park konnten wir ziemlich zentral für £ 2,50 stehen. Bangor selbst ist eine nettes Städtchen, aber mehr als die High Street einmal rauf und runter gibt es nicht zu sehen. Also weiter die Küste entlang nach Conwy. Hier waren wir wieder mal restlos begeistert! Das Womo konnten wir in der Nähe des Castle und ziemlich direkt an der Stadtmauer parken – natürlich wieder „Pay and Display“! Selbstverständlich sind wir dann zuerst die Stadtmauer hoch, um uns einen Überblick zu verschaffen. Und der war grandios! Blick auf das Castle, das Meer, das Hinterland – und die Stadtmauer fast durchgängig begehbar. Bei Sonnenschein, trotz heftigem Wind, einfach genial. An der Promenade sind wir in die Innenstadt abgebogen, wo wir im „Conwy Pantry“ ein spätes, aber superleckeres Mittagessen verputzt haben. Zurück an der Promenade haben wir uns dann auch noch ein Rieseneis gegönnt. Dann war es auch schon wieder Zeit für die Weiterfahrt. Schließlich wollten wir noch vor Ladenschluss in Chester (England) sein. Dort haben wir zuerst den Park + Ride Parkplatz am Chester Business Park angesteuert. Leider war dort alles auf 2 m abgehängt, sodass wir mit dem Womo doch in die Stadt fahren mussten. Glücklicherweise haben wir gleich am Castle Drive den Little Roodee Car Park gefunden: nicht abgehängt und sehr zentrumsnah. Also haben wir uns gleich ins Getümmel gestürzt, um noch ein bisschen zu shoppen, denn die Läden schließen hier schon um 17 / 17.30 Uhr! Dann war noch genügend Zeit um auch hier einen Rundgang auf der Stadtmauer zu machen und die wunderschönen Fachwerkhäuser und die Kathedrale zu bewundern. Praktischerweise haben wir den Mauerrundgang genau am Castle Drive beendet und waren somit wieder direkt am Womo. Dann sind wir wieder ein paar Kilometer zurück nach Wales gefahren und haben hier in Broughton beim Offas Dyke Hotel auf dem Parkplatz unser Nachtquartier bezogen.

Und auch heute waren wir wieder mal bass erstaunt über die britischen Gepflogenheiten! Im Brit-Stop-Buch war beschrieben, dass es hier bis 21 Uhr etwas zu essen gibt. Als wir allerdings 5 vor 8 im Pub waren, hieß es: „Sorry – ab 20 Uhr keine Essen mehr“. Nur der mitleidigen Kellnerin haben wir es zu verdanken, dass wir doch noch kurzfristig einen Burger und eine Lasagne bekamen. Auch die Bestellung der Getränke an der Bar gestaltete sich dieses Mal schwierig: anscheinend gibt es nur Alkohol, wenn man auch etwas isst – und Christian wurde mindesten 5 Mal gefragt, ob er auch tatsächlich was zu essen bestellt hat! Wie sagte schon Obelix? „Die spinnen, die Briten!“ Das ist für uns „Südländer“ aber auch eine echte Herausforderung: um 5 schließen die Läden, um 8 gibt’s nix mehr zu essen – und so waren wir eine knappe halbe Stunde später wieder raus aus dem Pub und schlürfen unser Absackerbier gemütlich im Womo.

21Juni
2013

Caernarfon

Zumindest regnete es heute Morgen nicht mehr – aber von Sonne keine Spur! Also hat sich Christian an die Besteigung des höchsten Berges von Wales gemacht. Nach knapp drei Stunden war er wieder da – wie fast immer: die angegebene Zeit weit unterschritten! So konnten wir also noch durch die Gegend gondeln und trafen am frühen Nachmittag in Caernarfon ein. Direkt am riesigen Castle fanden wir einen Parkplatz (£ 4), wo auch schon zwei andere Womos standen. Von hier aus starteten wir unseren Stadtrundgang. Für das wirklich beeindruckende Castle war es allerdings schon zu spät: wir waren 16:15 h dort und um 17 Uhr wird geschlossen. Also begnügten wir uns mit einer Umrundung und einem Bummel durch die Gassen. Hier wurde uns unsere Leidenschaft für stimmungsvolle Landschaftsbilder wieder mal zum Verhängnis: der Fotoladen „Panorama Cymru“ in der Palace Street zog uns magisch an. Jede Menge absolut tolle Fotos vom Caernarfon Castle, dem Snowdon und der tollen walisischen Landschaft. Wir hätten mindesten 5-10 Bilder auf Anhieb mitnehmen können – für zwei haben wir uns schließlich entschieden. Wieder zwei Stücke mehr in unserer Sammlung – wir können’s halt nicht lassen! J Von Caernarfon haben wir dann nicht die Küstenstraße nach Bangor genommen, sondern haben nochmal einen Abstecher ins Gebirge gemacht. Über Beddgelert und Capel Curig haben wir schließlich unser heutiges Ziel erreicht: das Abbeyfield Hotel in Tal-y-bont bei Bangor. Hier genehmigen wir uns ein gutes Abendessen mit Ale und Cider und hoffen, dass wir heute Nacht im Womo nicht zu sehr von dem stürmischen Wind durchgeschüttelt werden.

 

20Juni
2013

Snowdonia

Die Sonne war heute Morgen zwar nicht zu sehen, aber es war warm genug für ein Frühstück im Freien! Unser Auto durften wir am Sanitärgebäude abstellen und auch die Karte noch behalten – und so sind wir zu Fuß nach Harlech, um uns das Harlech Castle anzuschauen. Das war harte Arbeit: immer die Straße hoch und das bei 20 – 25% Steigung! Oben angekommen wurden wir mit einem tollen Ausblick belohnt. Von der Burg ist noch recht viel erhalten und so haben wir beschlossen, sie ausgiebig zu erkunden (£ 4,25 p.P.). Man kann auf der Burgmauer fast ganz außen herumlaufen und sogar auf einen der Türme rauf. Bei der engen, dunklen Wendeltreppe gar nicht so einfach! Aber der Blick auf Berge, Meer und den Ort lohnt die Mühe! Der Ort selbst ist ziemlich überschaubar. Spontan sind wir im Cemlyn Tea Shop eingekehrt und haben auf der „Sun Terrace“ ein frühes Mittagessen verspeist. Kleine, aber feine Speisekarte, große Teeauswahl, nettes Personal – sehr zu empfehlen! Christian hat sich ein Bier mit dem schönen Namen „Purple Moose“ (Lila Elch) gegönnt. Wie wir erfahren haben, wird es in einer kleinen Brauerei im Nachbarort Porthmadog hergestellt. Das war dann auch unser nächster Halt: Tanken + Einkaufen bevor es ins Gebirge ging. Auf der Strecke nach Beddgelert verlangten uns die vielen Baustellen einiges an Geduld ab. Wir wurden jedoch durch die Ausblicke auf die tolle Gebirgslandschaft mehr als versöhnt. Vorbei am Llyn Gwynant und über den Pass of Llanberis wurde leider das Wetter immer trüber und nach unserer Ankunft in Llanberis hatten wir wieder richtig heftigen Regen. Kurzerhand haben wir uns entschieden, die Nacht hier auf dem Parkplatz am Victoria Hotel gegenüber der Bahnstation zu verbringen – fünft Wohnmobile standen schon hier. So kann Christian morgen die Besteigung des Snowdon von hier aus direkt in Angriff nehmen - bei hoffentlich besserem Wetter!!

 

19Juni
2013

Cader Idris

Die Sonne begleitete und heute vom Frühstück bis zum Abendessen. Zuerst haben wir uns Aberystwyth angeschaut und direkt an der Promenade sogar einen kostenlosen Parkplatz gefunden! Die pastellfarbenen Häuser hier haben uns beide ein bisschen an San Sebastián in Kleinformat erinnert. An einem Ende der Promenade befinden sich noch Reste des Castle. Das Gelände ist frei zugänglich, schön angelegt und mit Sitzbänken ausgestattet. Von hier haben wir einen kleinen Rundgang durch die Innenstadt gemacht und sind am Ende wieder an der Promenade gelandet. Dann war es Zeit für die Weiterfahrt Richtung Norden. In Machynlleth haben wir uns für die Ostroute nach Dolgellau entschieden. Laut Reiseführer die landschaftlich schönere Strecke – und wir wurden nicht enttäuscht! In Minffordd steuerten wir den Parkplatz an (natürlich „Pay + Display“!), von wo aus Christian zu einer 4stündigen Besteigung des Cader Idris (892 m) aufbrach. Nach seiner Rückkehr machten wir noch ein Stück Strecke auf unserem Weg nach Norden. Entlang des Afon Mawddach fuhren wir bis nach Barmouth - einem Badeort direkt am Meer mit einem tollen Sandstrand du sogar ein paar Palmen. Fast fühlte man sich wie am Mittelmeer! Die Fahrt ging immer in Sichtweite des Meeres weiter, mit tollen Ausblicken auf grüne Wiesen, Schafe, blaues Meer und teilweise superschönen Häusern mit genialem Meerblick. Schließlich erreichten wir Harlech und steuerten den Campingplatz „Min Y Don“ in der Beach Road an. Natürlich war kurz vor 18 Uhr schon wieder die Rezeption geschlossen. Aber direkt darüber war jemand zuhause, der uns eincheckte. Im ersten Moment waren wir ziemlich geplättet: es sah fast aus wie im Schrebergarten! Eine ganze Menge riesiger Motorhomes inmitten akkurat geschnittener Rasenflächen. Daran anschließend die Stellflächen für Wohnwagen und Wohnmobile: großzügig gekieste Parzellen mit akkurat geschnittenen Rasenflächen. Hier haben wir dann erst mal noch die Sonne genossen, bevor wir die Sanitäranlagen in Anspruch genommen haben. Und hier waren wir erneut geplättet: großzügige Toiletten und Duschkabinen. Alles picobello sauber, dass man fast vom Boden essen konnte. Selten so einen pieksauberen Campingplatz erlebt! Hunde sind hier übrigens auch erlaubt. Fast jeder hat hier irgendeinen Terrier, Cockerspaniel oder Collie dabei, der auf der angrenzenden Hundewiese ausgeführt wird! „Ausländer“ waren außer uns allerdings wieder mal keine auf dem Platz und so waren wir auch die einzigen, die abends um ½ 10 noch draußen beim Abendessen saßen. Als wir jedoch beim Nachtisch befürchten mussten, mit dem Kuchen auch winzigste Mücken zu verspeisen, haben auch wir die Waffen gestreckt und sind ins Womo geflüchtet!

18Juni
2013

Aberystwyth und die Bio-Farm

Die Sonne hat uns auch heute Morgen nicht wieder verlassen. Es war für die bisherigen walisischen Verhältnisse angenehm warm und man konnte problemlos im T-Shirt rumlaufen. Vor unserer Abreise aus Caerfai Bay wollten wir noch unsere Fähre für nächste Woche buchen, aber das Internet machte uns wieder mal einen Strich durch die Rechnung und hat sich einfach aufgehängt! Da wir nicht sicher waren, ob wir nun gebucht hatten oder nicht, mussten wir gezwungenermaßen bei Brittany Ferries in Poole anrufen. Die haben die Bestätigung dann an den Campingplatz gemailt und hier hat man sie für uns ausgedruckt. Was für ein Chaos! Aber trotz allem waren die Leute vom Camping unglaublich nett und hilfsbereit! Der Campingplatz ist also in jeder Hinsicht absolut empfehlenswert!! Dann konnten wir endlich unsere Weiterfahrt in den Norden antreten. Auf direktem Weg ging es über Fishguard nach Cardigan. Hier hat es uns gut gefallen und nach einem Bummel die Hauptstraße hoch und runter sind wir zu einem späten Mittagessen im Castle Café eingekehrt, wo wir unseren Hunger mit zwei leckeren Burgern (1 x Veggie, 1x Cheese) gestillt haben. Noch ein kurzer Einkauf im Co-op und weiter ging’s! Vorbei an zwei wunderbaren Küstenorten – Aberaeron und Aberarth – näherten wir uns der Stadt mit dem (für mich) faszinierenden aber (fast) unaussprechlichen Namen: Aberystwyth. Die Stadtbesichtigung nehmen wir morgen in Angriff. Zuerst machten wir noch einen Ausflug in östlicher Richtung nach Devil’s Bridge und den Wasserfällen Mynach Falls. Erstmal waren wir erstaunt, dass hier der Parkplatz mal keine Gebühren kostet, mussten dann aber feststellen, dass der Weg zu den Wasserfällen mit £ 3,50 zu Buche schlug! Anschließend machten wir uns auf den Weg uns ein Nachtquartier zu suchen. Im Brit-Stop-Buch waren zwei Unterkünfte beschrieben: ein Pub in Pontrhydygroes und eine Bio-Farm bei Llanilar. Den Pub haben wir gar nicht gefunden: kaum waren wir in dem Ort drin, waren wir auch schon wieder draußen – und von einem Pub keine Spur! Also die Bio-Farm! Auf wilden, schmalen Landstraßen kurvten wir – vermeintlich der Beschreibung folgend – fast eine Stunde durch die Gegend, haben jede Menge Dörfer, die mit „Llan“ anfangen durchfahren und sogar einen Mann am Straßenrand befragt: Fehlanzeige! Also beschlossen wir, dem Wegweiser Richtung Llanfarian zu folgen und damit auch wieder Richtung Aberystwyth, und uns einen Pub oder Campingplatz zu suchen. An einer besonders schmalen Stelle sind wir dann rechts rangefahren, um einem jungen Mädchen auf einem Pferd Platz zumachen – und da sprang mir eine kleines Schild ins Auge: „Organic Eggs For Sale“ (Organic = Bio!) und gleich daneben, quasi in unserer Ausweichbucht, fand sich ein verwittertes, kaum noch lesbares Schild „Nantclyd“. Da hatten wir also unsere Bio-Farm „Nantclyd Organics“ durch puren Zufall doch noch gefunden! Und wie es der Zufall weiter wollte, steht hier außer uns noch ein weiteres Wohnmobil: aus Deutschland! Natürlich waren wir mit dem Ehepaar aus dem Bayrischen Wald gleich in ein reges Gespräch und einen eifrigen Erfahrungsaustausch vertieft. Bis es uns allen draußen zu kühl wurde. Und so stehen wir jetzt hier in der walisischen Pampa auf einem verratzten Bio-Bauernhof und genießen die Stille und das leise Vogelgezwitscher.

17Juni
2013

Klippenwanderung Caerfai Bay

Kaum zu glauben – heute Morgen kein Regen, fast kein Wind und einige Grade „wärmer“! Nach dem Frühstück wollten wir ins Internet (£ 2 / 1 Std), aber hatten erst mal keinen Erfolg - zu schlechter Empfang! Da das Wetter immer besser wurde, haben uns entschieden, noch eine Nacht zu bleiben und es später nochmal zu versuchen. Und so machten wir uns nach Mittag auf den Weg, die Klippen entlang zu wandern. Direkt vom Campingplatz aus kann man loslaufen: immer den Weg entlang den Klippen, vorbei an bizarr geformten Felsen, engen Buchten, an der St.Non’s Church bis zum kleinen wunderschönen Naturhafen Porthclais. Da es mittlerweile angenehm warm war und wir sogar im T-Shirt rumlaufen konnten, gönnten wir uns hier am Kiosk noch ein Eis auf die Hand. Das stärkte uns für den teilweise steil bergauf und bergab führenden restlichen Weg auf der Straße bis nach St Davids. Wir kamen direkt an der Kathedrale raus uns mussten uns dieses riesige, beeindruckende Bauwerk natürlich gleich von innen anschauen. Ein ziemlich großes, verwinkeltes Gebäude mit herrlichen bunten Glasfenstern und einer wunderschönen geschnitzten Holzdecke. Auch der Park bzw. ehemalige Friedhof, der die Kathedrale umgibt, war bei diesem Wetter besonders bevölkert und wir hatten Glück, noch eine Bank für eine kurze Auszeit zu ergattern. St. Davids selbst ist eine nette kleine Stadt mit einigen Lokalen und Geschäften, die sich hauptsächlich an zentralen Kreisverkehr befinden. In der Pebbles Yard Espresso Bar gibt es frisch gemahlenen, echt italienischen Kaffee. Keine Frage, dass wir hier gleich nochmal ein Päuschen einlegten! Den restlichen Nachmittag haben wir dann faulenzenderweise auf dem Campingplatz verbracht – sogar die Sonne ließ sich nochmal blicken und der Himmel war fast wolkenlos! Die 1,5 km in den Ort waren so für uns kein Problem, konnten wir doch beim Spazieren auf den fast leeren Feldwegen noch wunderbar die Abendsonne genießen. Das Abendessen im „The Bishops“ war auch nicht zu verachten und schließlich konnten wir auch noch im Biergarten unseren Cider schlürfen bis die Sonne hinter den Wolken verschwand und es dann doch ein bisschen zu kühl wurde.

16Juni
2013

Pembrokeshire Coast National Park

Die ganze Nacht über hat es nicht geregnet ! Ein gutes Zeichen ? Leider nein – wie sich nach dem Frühstück auf der Weiterfahrt herausstellte ! Im schönen Küstenort Tenby haben wir unser Womo auf dem Seafront Car Park abgestellt (£ 4,- - nur Tagespauschale) und sind im strömenden Regen mit Regenschirmen bewaffnet auf Stadtrundgang gegangen. Tenby hat noch eine sehr gut erhaltene Stadtmauer, hinter der sich einige nette Läden und Lokale verbergen. Der Blick auf den kleinen Hafen mit den bonbonbunten Häusern ringsum muß bei schönem Wetter noch viel schöner sein – aber was soll’s die Bonbonfarben leuchten auch im Regen. Unser weiterer Weg nach Westen führte uns auf kleinen Nebenstraßen in den Pembrokeshire Coast National Park. Auf schmalen Straßen ging es über Stackpole nacg Bosherston. Hier kann man am Lily Pond parken (Womo £ 6, ab 14 Uhr £ 3) und auf verschiedenen Wanderwegen die Umgebung des Sees erkunden. In knapp 2 Stunden haben wir den mit vielen Seerosen bewachsenen Lily Pond umrundet und uns bei heftigem Wind und - wieder mal - Pieselregen einen Teil der sagenhaften Klippen erwandert. Wieder im trockenen Womo haben wir noch einen kurzen abstecher zum St. Gowan's Head gemacht - durch Militärgelände zu einer kleinen Kapelle am Kliff. Dann hatten wir genug von kleinen Straßen und sind Richtung Pembroke und Hauptstraße gefahren. Bei Neyland über die eindrucksvolle Brücke (75p) und über Haverfordwest wieder an die Küste nach St. Davids. Hier sind wir auf dem Caerfai Bay Campingplatz gelandet. Sonntags ist allerdings die Rezeption nur von 9-11 Uhr morgens besetzt und so haben wir uns unseren Platz bei heftigem Wind und Regen selbst gesucht. Immerhin gibt es Strom und heiße Duschen ! Nach einem ausgiebigen Abendessen mit Tomaten, Mozzarella, Salat und Omelett lassen wir den Abend bei Erdbeeren und Rotwein im warmen und trockenen Womo gemütlich ausklingen.

15Juni
2013

Halbinsel Gower

Nach einer weiteren Nacht mit heftigem Regen begrüßte uns heute Morgen Sonnenschein und blauer Himmel. Nach dem Frühstück machten wie uns an die Umrundung der Gower-Halbinsel. Durch wunderschöne Landschaft gondelten wir bei tollem Wetter erst mal bis ans Ende der Stichstraße in Llangennith. Hier ist direkt am Strand in den Dünen ein riesiger Campingplatz. Sicher auch ein guter – aber windiger – Übernachtungsplatz. Die nächste Stichstraße führte uns nach Rhosili. Hier haben wir den „Bezahl“-Parkplatz am Ende der Straße gemieden und  uns auf den Parkplatz bei der St. Mary’s Church gestellt. Gegen eine kleine Spende kann man hier parken, aber nicht übernachten. Für uns also perfekt! Ab hier ging dann auch der „Coastal Path“ los, dem wir bis zur tollen Aussicht auf dem Worms Head quer über Wiesen, vorbei an Schafen und Klippen, folgten. Leider war noch keine Ebbe, sonst hätte man zu Fuß rüberlaufen können. Bei dem heftigen Wind und dem Riesen-Wellenbrechern zu dem Zeitpunkt allerdings ziemlich unvorstellbar! An den Klippen entlang machten wir uns auf den Rückweg und wurden doch noch vom Regen erwischt! Tapfer stapften wir durch Gemüsefelder und Wiesen zurück nach Rhosili. Im Womo mussten wir uns dann erst mal trockenlegen! Während des Mittagessens konnten wir etwas trocknen. Christian hat heute gekocht: für jeden eine (Tüten-)Suppe und danach einen „Special Christian Burger“: ein dickes, walisisches, weiches Brötchen belegt mit Salami, Salatgurke und Mayo – mmmh lecker !! Und eine super Resteverwertung! Dann ging es weiter mit der Gower-Umrundung. Nächster Halt: Port Eynon. Hier allerdings nur Fotostopp am langen Sandstrand. Eigentlich wollten wir danach in Parkmill halten, von wo aus eine kleine Wanderung zu den Three Cliffs abgehen sollte, aber irgendwie haben wir die Stelle nicht gefunden. Das es auch keine gute Wendemöglichkeit gab, sind wir sind wir die nächste Stichstraße gefahren bis wir am Ende auf dem Parkplatz in Southgate gelandet sind. Hier blies wieder ein heftiger Wind. Das ganze Womo wurde durchgeschüttelt! Aber letztendlich erwies sich Southgate als bessere Alternative. Von hier aus war es nämlich näher zu den Three Cliffs und Pennard Castle. Letzte Station der Umrundung war The Mumbles – Swanseas Sommerfrische. Hier sind wir die Promenade rauf und runter spaziert, haben und fürs Wochenende im Co-Op eingedeckt und sind wieder Richtung Swansea gefahren. Für die Übernachtung hatten wir wieder einen Brit Stop ausgeguckt: Cothi Bridge Inn in Pontargothi. Wieder entsprach er nicht der Beschreibung: es gab zwar Parkplatz und Restaurant, aber da der Besitzer inzwischen gewechselt hatte, keine Womo-Annehmlichkeiten mehr (z.B. Stromanschluß oder Wi-Fi). Im Pub selbst waren heute zwei Gesellschaften und die Übertragung eines Rugby-Spiels, sodass auch das gemütliche Abendessen für uns ausfallen mußte! Auf Tip der Barcrew sind wir dann direkt gegenüber ins „Cresselly“: schönes Ambiente, britischer Service … und leckeres Essen. Zum Absacker-Bier sind wir dann nochmal ins Pub, haben unser Bier dann aber mangels Stühlen draußen bei 13 Grad im Biergarten genossen!

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